Dein mächtigstes Schöpferwerkzeug

Das mächtigste Werkzeug, das du hast, um zu erschaffen, was immer du willst, ist deine Vorstellungskraft. Jedoch wird dieses Werkzeug oft falsch verstanden und somit falsch benutzt.

Wenn Menschen das Wort Vorstellungskraft hören, denken sie automatisch an gedankliche Vorstellungskraft, und schon sind sie in der Sackgasse. Sie erzeugen Bilder in ihrem Verstand und glauben, damit würden sie etwas erschaffen. Obendrein sind dies oft Bilder, die aus ihren menschlichen Wünschen kommen, wie etwa mehr Geld, ein tolles Auto, der perfekte Partner usw. Im Allgemeinen funktioniert das sehr schlecht, nicht wahr?

Die wirkliche Vorstellungskraft ist aber ein Gefühl, kein Bild im Verstand. Gut, du beginnst im Verstand mit ein paar Gedanken und erzeugst Bilder damit. Und dann hörst du schnell damit auf und fühlst, was du da visualisiert hast. Lass die Bilder los und fühle. Wie fühlt es sich an, in dieser Schöpfung zu leben? Es entwickelt sich schnell eine eigene Dynamik, diese Gefühle wachsen und verändern sich. Und dann sind es die Gefühle, die Bilder erzeugen. Die sind viel vielschichtiger als die Bilder des Verstandes, sie haben viel mehr Dimensionen.

Nehmen wir an, du möchtest dir deinen sicheren Raum erschaffen. Das ist der Ort, an dem du dich völlig geborgen fühlst, in den niemand eindringen kann, wo es keinen Lärm gibt, wo dich niemand stören kann und der über die Maßen gemütlich und komfortabel ist.

Du kannst dir nun in deiner Phantasie ein Haus ausmalen oder deine aktuelle Wohnung/dein Haus als Ausgangspunkt nehmen. Und nun stell dir vor, das ist dein sicherer Raum. Wie fühlt sich Geborgenheit an? Wie fühlt es sich an, völlig geschützt und sicher zu sein? Wie fühlt es sich an, tun und lassen zu können, was immer du willst?

Und nun reite auf dieser Gefühlswelle, solange es dir Spaß macht. Tauche ein in diese schöne Schöpfung. Du wirst feststellen, dass sich ständig alles verändert, deine Schöpfung ist nicht starr, sie ist beweglich. Und sie wird immer größer, das Gefühl wird immer intensiver und realer. Ich habe dabei manchmal das Gefühl, es nicht mehr aushalten zu können, weil die Gefühle so stark und intensiv werden, und weil sie so jenseits des üblichen Menschenlebens sind.

Dieser sichere Raum muss nun in dein Leben treten, im Normalfall ziemlich schnell. Warum ist das so?

Du bist im Kern deines Wesens nichts als Bewusstsein. Du hast aus vielen guten Gründen einen Aspekt deiner selbst erschaffen, der in einen menschlichen Körper gewandert ist. Dies ist ein Leben in Begrenzung. Dein wahres Wesen kennt keine begrenzte menschliche Sprache und keine anderen begrenzten menschlichen Ausdrucksformen. Im Kern deines Wesens erschaffst du nur durch deine Vorstellungskraft, und die zieht Energie an, sofort, in großen Mengen. Durch den Einsatz dieses Werkzeugs besinnst du dich also deiner selbst, du handelst wir der Gott, der du bist.

Menschen sind allerdings Meister darin, sich selbst zu sabotieren. Sie sind es gewöhnt, in Rüstungen zu leben und nichts an sich heranzulassen. Sie wittern überall Gefahr und haben sich daher eine verschlossene Haltung zugelegt. Das ist auch sehr verständlich, aber leider total unbrauchbar und obendrein überflüssig.

Bleiben wir beim Beispiel des sicheren Raumes. Maxi benutzt also seine Vorstellungskraft und erschafft sich seinen sicheren Raum. Nachdem er aufgehört hat, in seiner Schöpfung zu baden, kehrt er in sein gewohntes Leben zurück. Und dort besteht er darauf, für immer keinen sicheren Raum zu haben. Wie macht er das? Er fühlt sich in seiner Wohnung nicht rundum geborgen, es gibt lärmende Nachbarn und immer wieder steht jemand vor seiner Tür, den der da nicht haben will. Er pflegt also seine Gefühle der Unsicherheit und mangelnden Geborgenheit jeden Tag. Den sicheren Raum hat er erschaffen, er existiert bereits, aber er kann nicht in Maxis Leben kommen, weil Maxi sich weigert. Er besteht auf seine altgewohnten Gefühle.

Der Einsatz deines mächtigsten Schöpferwerkzeugs erfordert also, dass du dich öffnest und deinen Schöpfungen erlaubst, in deine Realität zu kommen. Praktiziere also nicht ständig Gefühle, die dem entgegenstehen, was du erschaffen hast. Vielleicht fehlt dir auch der Glaube daran, dass dieser wunderschöne, sichere Raum tatsächlich möglich ist. In diesem Fall begib dich öfter in deine Schöpfung, fühle sie immer wieder. Ganz automatisch beginnst du zu glauben, dass sie real ist und in deine Realität kommen wird.

Wie schon erwähnt halten sich viele Menschen mit ihren Vorstellungen bei den kleinen, menschlichen Wünschen auf. Das ist wirklich Kleinkram, der dir nur im Weg steht und deine Energie bindet. Der Wunsch nach Geld und tollen Beziehungen entspringt dem Mangel, somit erschaffst du immer nur den Mangel daran. Geh über diese Dinge hinaus. Stell dir vor, du hast immer mehr als genug von allem, und dann fühle es. Und dann lass die Sache ruhen.

Es geht doch in Wahrheit um etwas ganz anderes. Es geht darum, was du erfahren möchtest. Du bist ein ewiger Schöpfer, dem keine Grenzen gesetzt sind. Was also möchtest du erfahren? Wie möchtest du dich selbst erfahren? Leicht? Frei? Fliegend? In guter Gesellschaft? In einer zukünftigen Inkarnation? Was es auch sei, stell es dir vor und fühle es. Lebe deine Leidenschaften, du hast einige. Dann hast du ein Leben, das diese Bezeichnung auch verdient.

Beitrag des Moments

Du kannst niemals nichts erschaffen. Das ist unmöglich. Du bist ein Schöpfer, immer und in jedem Moment. Ob dir das bewusst ist oder nicht. Vielen Menschen ist es nicht bewusst, und so erschaffen sie oft Dinge, die ihnen gar nicht so gut gefallen. Werde dir also zuerst bewusst darüber, dass du 24 Stunden am Tag, jeden Tag im Jahr, schöpferisch tätig bist.