Die nächste Stufe des Erwachens

Letzte Nacht habe ich etwas Großartiges erlebt. Ich habe eine Ahnung davon bekommen, was die nächste Stufe des Erwachens ist bzw. wie sie aussieht. Stimmt nicht ganz, wie sie sich anfühlt und auswirkt.

Ich sage ja gerne, nach dem Erwachen ist vor dem Erwachen. wink Als Erwachen bezeichne ich das Bewusstwerden darüber, dass ich (= mein menschliches Ich) und meine Seele eins sind, dass Körper, Geist und Seele eins sind. Dass sie nicht getrennt sind und nie getrennt waren. Das hat zur Folge, dass die Suche und das Streben nach (Wieder-)Vereinigung mit der Seele ein Ende haben und ein Mensch seine Göttlichkeit leben kann. Das hat wiederum viele, viele andere Dinge zur Folge, ich habe an verschiedenen Stellen darüber geschrieben, nicht zuletzt ein ganzes Buch.

Bei mir war eine Folge des Erwachens, dass ich wusste, dass es noch ein Erwachen geben würde, eine weitere Stufe, eine weitere Ebene. Der Unterschied zum Zustand vor dem Erwachen war, dass ich nicht danach strebte, weil ich wusste, dass das nächste Erwachen zur richtigen Zeit kommen würde.

Und letzte Nacht habe ich einen Geschmack davon bekommen, eine Ahnung, ein ungefähres Bild bzw. ein ungefähres Gefühl. Ach du meine Güte, ich habe keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll, aber ich will es unbedingt teilen.

Also ich wachte aus meinem tiefen Schlaf etwas auf, war aber nicht ganz munter, sodass ich in einem Zustand war, den ich am besten mit bewusstem Träumen bezeichne. In diesem Zustand bin ich mir meines Traumes voll bewusst, ich erlebe ihn mit, als ob ich wach wäre, und ich kann ihn steuern. Dennoch fühle ich mich nicht ganz munter, weil mein Verstand dabei völlig weg ist. Das ist übrigens ein vortrefflicher Zustand, um etwas zu manifestieren. Wenn ich so einen bewussten Traum habe, warte ich dann nur noch, ob er sich am selben Tag oder am nächsten manifestiert.

Gut, diesmal war es kein Traum, sondern das erste Erlebnis des zweiten Erwachens. Ich war mir meines ganzen Selbsts vollständig bewusst. Und dazu gehörte, mich ganz anders zu sehen. Ich habe einmal in einem Beitrag mit dem Titel Die andere Perspektive über diese Sicht geschrieben. Damals sah ich andere Menschen von dem Ort aus, an dem sich Adamus & Co befinden. Letzte Nacht sah ich mich selbst aus dieser Perspektive. Der Unterschied zu meiner damaligen Erfahrung aber war nun, dass ich mich nicht nur von jenem Ort aus sah, sondern auch aus meiner normalen Sicht, wie ich sie halt so einen ganzen Tag lang habe. Es war also die umfassendste Sicht auf mich, die ich je hatte, die ich mir im Moment überhaupt vorstellen kann.

Der große Vorteil dieser Sicht war, dass ich Probleme sowohl aus meiner als auch aus Adamus’ Sicht sah. Kann ich mich umfassender wahrnehmen? Die Probleme lösten sich natürlich auf, weil es ja letztlich keine gibt. Ich lag da im Bett, nahm mich wahr, meinen Atem (sehr stark!) und meine ganze Umwelt. Ich befand mich nicht etwa in einer anderen Dimension, sondern hier auf der Erde in meinem Leben. Jedoch mit einem völlig anderen Bewusstsein, genauer gesagt mit einem viel größeren und weiteren Bewusstsein, und sah mich sehr klar und leicht. Mein Atem wurde immer tiefer und kräftiger.

Ich sah mich selbst als zwei Kammern, die mit einer Tür verbunden waren. Da war aber nur der Türstock ohne Tür. Ich wusste, dass diese Tür immer da war und immer offen war. Die eine Kammer war unsagbar hell. Die andere nicht ganz dunkel, sondern eher wie ein künstlich beleuchtetes Zimmer, was ja immer noch wesentlich dunkler als Sonnenlicht ist. Die erste Kammer war aber heller als Sonnenlicht. Das war ich, diese zwei Kammern. Ich konnte mühelos zwischen ihnen umher gehen.

Über die Bedeutung dieser Kammern weiß ich nichts Näheres, ist auch zunächst egal. Das wesentliche war dieses weite Bewusstsein, dieses Wahrnehmen meiner selbst und die größere Sicht auf mich selbst und mein Leben. Diese Klarheit und Bewusstheit. Leider habe ich ziemlich viel von diesem Gefühl schon wieder vergessen, so wie Träume verblassen. Ich weiß nur noch, dass es gigantisch und berauschend war.

Ich bin jetzt noch nicht ein zweites Mal erwacht bzw. auf der nächsten Ebene, aber ich weiß, dass diese Wahrnehmung der Vorgeschmack darauf war und dass damit ein Prozess begann. Diese Wahrnehmung und diese Kammern ergaben ein riesengroßes ICH, ich war so groß wie nie. Ich fühlte mich unglaublich mächtig, mächtig über mich.

Eine ziemlich unbeholfene Beschreibung für meinen Geschmack. Jed McKenna, ein Autor, den ich ab und zu zitiere, beschreibt die verschiedenen Ebenen so. Die Menschen aus der Masse befinden sich tief schlafend in einem Traumzustand. Sie halten den Traum für Realität und können ihm nicht entrinnen. Das, was ich als Erwachen bezeichne, bezeichnet er als Erwachen im Traumzustand. Diese Menschen können dann bewusst träumen und ihr Leben gestalten, wie sie möchten. (Er bezeichnet das auch als luzides Träumen.) Diese Menschen nehmen aber noch immer gewisse Umstände und Parameter der Menschseins als gegeben an. Die nächste Stufe bezeichnet er als Erwachen aus dem Traumzustand. Diese Menschen haben keinerlei Illusionen mehr und sind völlig bewusst.

Diese Vergleiche gefallen mir ganz gut, sie bezeichnen in etwa das, wie ich die Dinge sehe. Das zweite Erwachen ist eben ein richtiger Quantensprung im Bewusstsein, mindestens so groß wie der beim ersten Erwachen. Und nun habe ich daran geschnuppert. cheeky cool yes

Beitrag des Moments

Heute vor einer Woche, letzten Donnerstag, erhielt ich zwei E-Mails, die sich auf mein Buch bezogen. Ich war überrascht, denn erstens hatte ich nicht damit gerechnet, Reaktionen per Mail zu erhalten (Warum eigentlich nicht?), und zweitens hatte ich nicht so schnell Reaktionen erwartet.