Die Komfortzone verlassen

In den Shouds wurde über Jahre immer wieder gesagt, wir sollten unsere Komfortzone verlassen, aus der Komfortzone heraus kommen. Heißt das nun, dass wir unser gemütliches Leben bzw. die gemütlichen Teile davon aufgeben und in etwas Unbequemes hinein gehen sollen? In gewisser Weise ja, absolut. Und das erkläre ich jetzt genauer.

Es bedeutet nicht, auf Freuden und Genuss zu verzichten und stattdessen Anstrengungen auf sich zu nehmen. Nein, das ist nicht gemeint. Es bedeutet nicht, für irgendetwas hart zu arbeiten. Es geht um etwas subtileres, um etwas, das tiefer sitzt und deshalb schwieriger zu überwinden scheint. Es bedeutet, sein eigenes Leben endlich in die Hand zu nehmen und nicht länger dahin zu treiben, wie ein Floß ohne Ruder.

Was hast du gestern gemacht? Was hast du gestern anders gemacht als vorgestern und die Tage davor? War gestern etwa – von einzelnen unbedeutenden Aktivitäten abgesehen – dasselbe wie die Tage zuvor? Wie schon viele Tage zuvor? Hast du wieder dieselben oder ähnliche Erfahrungen gemacht wie zuvor? Hast du dich selbst auf dieselbe Art und Weise erfahren wie zuvor? Das ist die Komfortzone. Man verändert seine Haltung sich selbst und dem Leben gegenüber nicht und erwartet, dass sich etwas verändert. Wie soll das geschehen? Wer soll diese Veränderung hervorrufen?

Wählen

Die Menschen wählen im Allgemeinen nicht. Sie treffen tausende winzige Entscheidungen über unbedeutende Dinge am Wegesrand, aber sie wählen nicht den Weg. Sie wählen nicht, welches Leben sie zu führen gedenken. Sie wählen nicht, welche Art von Erfahrungen sie ab jetzt machen wollen. Viele unternehmen erst gar nicht den Versuch, zu wählen, Manche geben vor zu wählen, indem sie sich im Verstand etwas vorsagen. Das sind bestenfalls Wünsche, aber keine Wahlen.

Eine Wahl kommt niemals aus dem Verstand, sie kommt aus dem Inneren, aus dem Kern. Der Verstand ist in der Folge natürlich mit einbezogen, er weiß schon von der Wahl, aber er trifft sie nicht. Ich verwende für mich gerne den Ausdruck mit meinem ganzen Wesen. Ich spüre deutlich und unmissverständlich, ob ich lediglich versuche zu wählen, oder ob ich wirklich mit meinem ganzen Wesen wähle. Ich spüre, wie sich alles in mir auf diese Wahl ausrichtet. Jeder wesentliche Teil von mir, förmlich jede Zelle meines (Bewusstseins-)Körpers. Genauso, wie ich spüre, ob ich selbst wähle, spüre ich, ob ein anderer Mensch gewählt hat. Oft höre ich jemanden sagen, er hätte dieses oder jenes gewählt. In den seltensten Fällen fühle ich, dass er wirklich gewählt hat. Meistens ist es nur das Proklamieren einer gewünschten Wahl. Dem gemäß verändert sich sein Leben nicht in Richtung der gewünschten Wahl.

Wählen heißt, eine innere Haltung einzunehmen.
Eine innere Haltung, die anders ist als die bisherige.
Wählen heißt, eine klare Absicht zu haben. Kein Ziel oder einen Plan.

So betrachtet, wie oft wählst du? Wann hast du zum letzten Mal gewählt?

Eine Wahl, eine solche, wie ich sie beschreibe, realisiert sich immer. Mit absoluter Sicherheit. Da gibt es keinen Zweifel und kein Wenn und kein Aber. Und da ist es völlig unerheblich, was ich wähle, ob das meinem Verstand realistisch oder unrealistisch erscheint. Du hast solche Wahlen sicher schon erlebt. Da hattest du einfach nur die völlig klare Absicht, und das ist dann auch passiert. So eine Wahl kannst du als Referenzfall, als Standard für dich nehmen.

Ich habe das Realisieren meiner Wahlen schon so oft erlebt, dass ich mit der Aufzählung ein kleines Buch füllen könnte. Und ich habe noch öfter erlebt, wie ich nicht gewählt habe, und was dann in meinem Leben passiert ist. Ich habe ja mehrfach darüber geschrieben, dass ich zB nicht in der Lage war, zu wählen, die Erfahrung der Fülle zu machen. Ich habe mir nicht vorgemacht, ich hätte gewählt und mich dann gewundert und geärgert, dass sich meine Wahl nicht realisiert hat. Ich weiß genau, wann ich wähle und wann nicht. Ich belüge mich nicht selbst.

Eine Wahl ist nicht unbedingt dasselbe wie eine Schöpfung. Das wird auch gerne verwechselt. Eine Wahl betrifft eher den Weg, den ich beschreiten möchte. Eben eine bestimmte Art von Erfahrungen. Wir sind ja einfach unterwegs, wo auch immer, um Erfahrungen zu machen. Welche? Das ist die Frage.

Ich verändere also meine innere Haltung, nehme eine bestimmte innere Haltung ein. Gemäß und entlang dieser inneren Haltung manifestieren sich meine Schöpfungen. Solange ich zB die innere Haltung habe, alleine durch mein Leben zu gehen, kann ich mir keinen Partner erschaffen. Geht nicht, meine Wahl war eine andere. In dieser Zwickmühle (nicht nur dieses Beispiel betreffend) stecken viele Menschen. Warum kommt kein Partner? Warum kommt kein Geld? Warum kann ich mir dieses und jenes nicht erschaffen? Weil die Wahl dazu fehlt, die der Schöpfung zugrunde liegt.

Adamus hat gesagt, die Menschen hätten ihren freien Willen verloren, weil sie ihn über lange Zeit nicht beansprucht, nicht genutzt hätten. Diese Aussage kann ich sehr gut nachvollziehen. Zu entscheiden, welchen Pullover ich heute anziehe, und was ich heute zu Mittag esse, ist keine Wahl. Das ist die Illusion eines freien Willens, aber nicht der freie Wille. Meine innere Haltung habe ich damit nicht verändert.

Nicht zu wählen heißt, in der Komfortzone zu bleiben. Das scheint ja so gemütlich! Ich bleibe, wie ich bin, und hoffe, dass sich rundherum alles verändert. Meine innere Haltung bleibt dieselbe. Wie soll denn das geschehen? Wer soll die Veränderung herbeiführen? Nur ich kann mein Leben verändern, sonst niemand. Albert Einstein hat das einmal etwas rüde und sehr deutlich auf den Punkt gebracht, indem er sagte: „Sich auf dieselbe Weise zu verhalten und andere Resultate zu erwarten, ist eine Definition von Blödheit.“

Nun, es verändert sich doch etwas, höchst wahrscheinlich. Es geschehen Dinge in deinem Leben, die du als unangenehm empfindest. Unfall, Krankheit, Verslust von Job, Partner, Geld, Freunden usw. Mit anderen Worten, dein Leben verändert sich womöglich in eine Richtung, die du als Verschlechterung empfindest. Das arrangierst du dann unbewusst aus deinem innersten Kern heraus, den die meisten Menschen gerne als Seele, Essenz, höheres Selbst oder ähnlich bezeichnen, um weiter vorgeben zu können, sich selbst nicht zu kennen und von sich selbst getrennt zu sein. Mit diesen Ereignissen möchtest du dich aus deinem Innersten darauf aufmerksam machen, dass du dein Leben in die Hand nehmen sollst. Nach dem Motto: „Wie viel Mist willst du noch ertragen, bis du sagst: es reicht! Bis du endlich wählst.“ In deinem Kern willst du weitergehen, nicht stehen bleiben. Also kommen Schubser aus deinem Inneren, um dich voran zu treiben. Denn weitergehen musst du, du bist der Chef.

Und wenn dann diese ungemütlichen Dinge passieren, fühlst du dich als Opfer. „Wer erschafft da mein Leben?“, fragst du. Und „Warum passiert nicht das, was ich möchte?“ Und du bist auch ein Opfer, du hast nicht gewählt. Ein Schöpfer wählt.

Spirituelle Menschen stellen sich gerne auf den Standpunkt, sie hätten alles in ihrem Leben selbst erschaffen. Ich behaupte, dass das nicht stimmt. Nicht einmal annähernd. Da gibt es ein paar wenige Dinge, die sich Menschen bewusst erschaffen haben. Dann gibt es eine ganze Reihe von Dingen, die sich Menschen unbewusst erschaffen haben, wie im obigen Beispiel. Und dann gibt es viele Dinge, die andere für dich erschaffen haben. Dein Anteil an diesen Schöpfungen war, dass du zugelassen und erlaubt hast, dass andere etwas für dich erschaffen. In gewisser Weise hast du es sogar gewünscht, weil du aus deiner Opferhaltung nicht herausgehen wolltest. So oder so, du hast die Verantwortung für das, was in deinem Leben geschieht, aber selbst erschaffen hast du nicht so viel davon. Ein Schöpfer erschafft selbst, ein Opfer nimmt hin, was andere für es erschaffen. Und da bin ich wieder beim Akzeptieren. Du musst nicht akzeptieren, dass andere dein Leben erschaffen, du kannst es jederzeit selbst erschaffen. Das heißt, du sollst das sogar.

Vor einigen Jahren habe ich bei einem Shaumbra-Treffen von meinen Erfahrungen mit den Bestellungen beim Universum erzählt. Ich hatte damals die Bücher von Bärbel Mohr gelesen, war fasziniert und hatte jeden Tag etwas bestellt. Dabei war ein Tag, an dem ich mehr als zehn Dinge bestellt hatte, alle für denselben Tag. Alles wurde „geliefert“. Daraufhin meinte eine Teilnehmerin: „Puh, das wäre mir viel zu anstrengend.“ Ich dachte mir nur, was denn anstrengend daran sein sollte, 12 oder 14 klare Gedanken zu fassen, und so einfach alles zu bekommen, was ich will. Das ist vielleicht ein extremes Beispiel, aber es zeigt schön, wie sich Menschen beharrlich weigern, aus ihrer Komfortzone zu kommen. „Nein, ich will meine Tage nicht selbst bewusst gestalten. Ich will, dass sie wundervoll verlaufen, ohne dass ich sage, was ich will.“

Zeichen deuten

Selbst Menschen, die ich als sehr bewusst wahrnehme, üben sich noch immer im Deuten von Zeichen.  „Diese Situation soll mir wahrscheinlich … sagen. – Was soll … für mich bedeuten?“ Diesen Satz bzw. diese Frage ist in vielen Variationen oft zu hören. Dem Deuten von Zeichen bzw. dem Fragen nach ihrer Bedeutung folgt natürlich die Frage nach der eigenen Verhaltensweise. „Was soll ich jetzt tun?“ Oder es folgt keine Frage sondern gleich ohne Zögern das adäquate Verhalten.

Das ist pure Opferhaltung. Die Haltung, die einen Menschen dazu veranlasst Zeichen zu deuten, impliziert den Glauben, nicht zu wissen, wer oder was diese Zeichen gibt, und was dieser Jemand oder dieses Etwas damit sagen will. Ich muss also jemand/etwas interpretieren, den/das ich nicht kenne. Und dann verhalte ich mich noch gemäß der interpretierten Bedeutung der Zeichen. Was mache ich also? Ich lasse zu, dass mir wer anderer / etwas anderes sagt, was ich zu tun habe, und folge auch gleich dieser Anweisung.

Das ist eine eigene Schöpfung. Nachdem es da draußen niemand gibt, der mich steuert, erfinde ich wen. Das große Unbekannte, Aspekte von mir, meine Seele, wer auch immer. Und ich gehorche.

Hm, was macht ein Schöpfer, was macht ein Opfer?

Die Komfortzone zu verlassen bedeutet, gänzlich darauf zu verzichten, Zeichen zu deuten. Darauf zu verzichten, Situationen und Geschehnissen eine Bedeutung zu geben, die dann auch noch eine Handlungsanweisung für mich darstellen soll. Das ist eine sehr harte Nuss für viele Menschen. Sie sind es so sehr gewöhnt, ständig irgendwas zu deuten. Was hätten sie zu tun, wenn sie nicht mehr deuten würden? Etwa selbst entscheiden, was in ihrem Leben geschehen soll? Oder selbst entscheiden, welche Bedeutung sie Ereignissen geben möchten, wenn es denn schon sein muss? Eine Bedeutung, die ihnen einfach gut gefällt und zu ihren Wahlen passt. Das würde ein Schöpfer tun.

Spirituelles Verstandeswissen ist natürlich sehr hilfreich beim Zeichendeuten. Der spirituell gebildete Mensch hat natürlich viel mehr Interpretationsmöglichkeiten. Es lässt sich dann auch vortrefflich darüber reden, was was zu bedeuten hat. Eine schöne Ablenkung. Komfortzone.

Konstanten aufgeben

Ich habe in einem Blog über Konstanten geschrieben. Adamus hat dasselbe im darauf folgenden Shoud als Anker bezeichnet. Diese Konstanten/Anker sind die Komfortzone. Die Menschen, die Gegenstände, die Art zu denken, die Art wahrzunehmen, die Art zu fühlen, die Art, an neue Dinge heranzugehen, die Art, etwas einzuschätzen, dieselbe innere Haltung usw. usf. Eben alle Gewohnheiten. Alle Gewohnheiten.

Die Komfortzone zu verlassen bedeutet, alte Gewohnheiten aufzugeben. Und genau das scheint den Menschen ungeheuer schwierig, und genau das wollen sie nicht. Spätestens jetzt wird klar, dass ich nicht davon spreche, irgendetwas Anstrengendes zu tun, Übungen zu machen und dergleichen. Ich spreche auch nicht davon, dass dein Leben durch das Verlassen der Komfortzone ungemütlich wird. Und doch bedeutet es das Aufgeben von Bequemlichkeit, weil die alten Gewohnheiten bequem erscheinen. Obendrein werden sie mit Sicherheit verwechselt. Es scheint sicher und bequem, wieder die alten Anstrengungen auf sich zu nehmen, wie zB es allen möglichen anderen Menschen recht zu machen. Das kennt man ja schon, da weiß man, woran man ist und was man zu erwarten hat. Es scheint bequem, Opfer zu sein, da muss man nicht selbst entscheiden und dabei bewusst sehen, wie man die Verantwortung für das eigene Leben trägt. Sich über andere Menschen, Gott, seine Seele, die heftigen Energien oder sonst was zu beschweren, ist bequem.

Ich kenne eine junge Frau, die bereits als Teenager eine erstaunliche spirituelle Entwicklung zurückgelegt hatte. Im Alter von Mitte 20 wurde ich Zeuge eines Gesprächs, das sie mit einem anderen Mann führte. An einem Punkt sagte sie: „Natürlich gibt es Gott! Wenn es keinen Gott gäbe, würde das ja bedeuten … dass ich die Verantwortung für alles hätte!“ Ich dachte mir nur, dass sie jetzt genau den Punkt erfasst hatte.

Konstanten aufzugeben erscheint unbequem, riskant und gefährlich. Aber ebenso, wie Neue Energie anders ist als alte, nicht einfach besser, ist das neue Leben anders als das alte, nicht einfach besser. Dass das Andere auch besser ist, ist eine andere Sache, aber es ist auf jeden Fall anders. Und wenn du etwas anderes hast, bedeutet das, dass du mit deinen alten Gewohnheiten und Rezepten nicht mehr weiter kommst. Die Konstanten einmal aufgegeben, kannst du nicht mehr anders, als deine Verantwortung zu sehen. Sie zu sehen hat zur Folge, sie auch zu übernehmen. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass das nicht anders geht. Ich habe sehr viele Konstanten aufgegeben. Dann stand ich da und sah, dass alles an mir liegt. An diesem Punkt angelangt nicht zu wählen oder zu versuchen, alte Gewohnheiten hervorzukramen, wurde sehr bald so schmerz- und qualvoll, dass ich praktisch gezwungen war, meine Komfortzone zu verlassen.

In meinem facebook-Profil habe ich von Anfang an unter „Lieblingszitat“ Folgendes stehen: Um leben zu lernen, musst du LEBEN. Ebenso wie du ins Wasser gehen und schwimmen musst, um schwimmen zu lernen. Das ist es. Du kannst dein neues Leben nicht erdenken und nicht planen. Du musst es tun. Im Tun lernst du, wie du dich in den geänderten Umständen zurecht findest. Anstelle der Gewohnheiten, der Konstanten, der Anker tritt ein Gefühl dafür, mit neuen Situationen umzugehen. Und in der Neuen Energie gibt es ständig neue Situationen. Dieser Umgang wird dann sehr leicht und spielerisch, aber sicher nicht konstant.

Selbstunterdrückung

Die Komfortzone zu verlassen bedeutet, dich endlich, endlich, endlich nicht mehr selbst zu unterdrücken. Zu sagen, was in dir ist. Zu tun, wonach dir ist.  Deiner Freude und deinem Wohlgefühl zu folgen, nicht dem der anderen. Immer und immer wieder nehmen Menschen Rücksicht auf andere, nur nicht auf sich selbst. Machen Entscheidungen von anderen abhängig, nicht von ihrer inneren Stimme. Immer in der Angst, dass der bedingungslose Selbstausdruck unangenehme Konsequenzen für sie haben könnte. Hat er aber nicht. Hat er wirklich nicht. Ganz im Gegenteil, du strahlst dadurch Souveränität aus. Dagegen ist jeder Mensch machtlos, und viele bewundern dich ob deines bedingungslosen Selbstausdrucks.

Zu tun, wonach dir ist, auf dich Rücksicht zu nehmen statt auf andere, hat nichts mit Egoismus zu tun, so wie Egoismus traditionell verstanden wird. Der alte Egoist stiehlt Energie ohne Ende, um sein Ego zu nähren. Er handelt nicht im Geringsten nach seinen wirklichen Bedürfnissen. Er hat seine innere Stimme so tief verscharrt, dass er sie nur ausnahmsweise sehr leise wahrnimmt. Es ist wie bei allen Dingen: Wenn du auf dich Rücksicht nimmst, folgt eine ganz automatische und natürliche Rücksichtnahme auf alles andere. Es hat nicht zur Folge, dass du auf andere hinunter trittst, ganz im Gegenteil. Aber du übernimmst keine Verantwortung mehr für sie.

Deine innere Stimme kennst du bestens, auch wenn du das jetzt nicht glaubst. In Spirituelle Revolution habe ich ausführlich darüber geschrieben, wie du sie von anderen Stimmen unterscheiden kannst. Menschen sind noch immer stark von Scham und Schuld gesteuert, deshalb folgen sie nicht ihrer inneren Stimme. Und genau das ist Selbstunterdrückung.

Weiter gehe ich auf dieses Thema hier nicht ein, ich habe an vielen verschiedenen Stellen darüber geschrieben.

Wollen

Auch hier halte ich mich kurz. Finde heraus, was du willst, und drücke es aus. Egal, was es ist. Das Problem ist, dass die meisten Menschen nicht wissen, was sie wollen, und sich auch nicht bemühen, es herauszufinden. Ich sage absichtlich bemühen, denn es scheint mühevoll. Also bleiben sie in der Komfortzone des Nichtwissens um ihren wahren Willen.

Und schon bin ich wieder beim freien Willen. Kannst du in wenigen, kurzen Sätzen sagen, was du willst? Ohne Wenn und Vielleicht und Kommt darauf an? Oder sagst du an manchen Stellen, dass es dir nicht so wichtig ist, dass es dir egal ist? Adamus treibt es auf die Spitze und fordert seine Leser auf, in nicht mehr als vier Wörtern zu sagen, was sie wollen. Eine Herausforderung? Nun, wenn du nicht kurz und deutlich und ohne Nebenbedingungen sagen kannst, was du willst, hast du ganz offensichtlich keinen freien Willen, du machst keinen Gebrauch davon.

Bei der Frage nach deinem Willen spreche ich von jetzt. Was willst du jetzt? Was willst du morgen? Halte dich nicht damit auf, an die nächsten fünf oder zehn Jahre zu denken. Die sehen sowieso anders aus, als du sie dir jetzt vorstellst. Was willst du jetzt, in diesem Moment? Das ist die Frage, um die es geht. Übermorgen willst du vielleicht schon wieder etwas ganz anderes, und daran ist nichts verkehrt.

Manifestation

Es ist ganz einfach: du kriegst das, was du aussendest. Nichts anderes. Was sendest du also aus? Keine Wahl? Zeichen deuten? Festhalten an Konstanten? Selbstunterdrückung? Keinen Willen? Wünsche? Dasselbe wie gestern und vorgestern? Rate mal, was du dann bekommst, was sich in deinem Leben manifestiert. Die Komfortzone zu verlassen bedeutet, etwas anderes auszusenden. Womit ich wieder am Anfang und bei der inneren Haltung bin.

Steh auf und geh!

Dieser Satz war knapp zwei Jahre lang meine Signatur auf Open Shaumbra. Er bedeutet genau das, worum es in diesem Artikel geht. Steh auf und geh heißt, verlasse deine Komfortzone, nimm dein Leben in die Hand! Nun weißt du ja ziemlich genau, was ich damit meine.

Die Komfortzone zu verlassen bedeutet den konsequenten Umstieg von der Opferhaltung zur Schöpferhaltung. Nicht mehr und nicht weniger.

Nicht wählen, Zeichen deuten, Konstanten, Selbstunterdrückung, keinen Willen haben und keinen äußern, das alles ist Ausdruck von Opferhaltung. Und diese Aufzählung ist nicht vollständig. Aber sie ist dazu geeignet, dir ein Gefühl dafür zu vermitteln, wo du überall noch Opfer bist und warum dein Leben nicht so verläuft, wie du es dir wünschst. Es ist eine ziemlich radikale Umstellung. Es fällt mir nichts in den Schoß, wenn ich nicht den Anstoß dazu gebe. Durch meine innere Haltung. Doch dann fällt mir in den Schoß, was ich angestoßen habe.

Die Sache ist die, dass alle Menschen, die dies hier lesen (und natürlich noch viele mehr), schon längst auf irgendeiner Ebene die Wahl getroffen haben, in ein anderes Leben, in die Neue Energie zu gehen. Sie sind auf dem Weg. Doch solange sie in ihrer Komfortzone bleiben, kann es verdammt ungemütlich werden.

Mir ist das alles so ca. im letzten halben Jahr sehr klar geworden. Ich bin gerade dabei, meine inner Haltung konsequent zu ändern. Und ich kann sagen, das ist so aufregend und spannend, dass ich es genauso schwer beschreiben kann wie Neue Energie.

Steh auf und geh!

Kommentare

Puh! Starker Tobak. Aber ich liebe es! Total treffend, total einleuchtend. An etlichen Stellen habe ich mich ganz schön ertappt gefühlt. Ich habe jetzt einen Anstoß, ein paar Dinge in meinem Leben zu verändern. Danke!

Beitrag des Moments

Heute schreibe ich über ein Thema, das alle erwachenden und erwachten Menschen beschäftigt. Und ich glaube, es beschäftigt sie viel mehr, als ihnen bewusst ist. Es geht um die Dualität von Spiritualität und Alltagsleben.