Zugabe

Im letzten Blog habe ich meine Gefühle und Wahrnehmungen beschrieben, die ich dieser Tage habe bzw. hatte. Heute habe ich dem ganzen Spiel noch eins draufgesetzt. Es geht noch weiter, ich habe das Spiel verschärft.

Ich sitze also den ganzen Tag schon da und fühle, wie alle Menschen schlecht über mich denken. Menschen, die ich liebe, die mir etwas bedeuten. Genauer gesagt denken sie nicht schlecht über mich, sondern sie verachten mich. Und wer weiß, vielleicht tun das ja ein paar von ihnen wirklich, weil ich das gerade stark ausstrahle. Es hat gestern schon begonnen, heute ist es stark.

Exkurs: An Monika: Ich habe natürlich guten Wein am Tisch stehen. ;-) Und Kaffe und Schokolade und Orangensaft und … ;-) Vinokus heißt die aktuelle Marke. Ein Gastgeschenk von Menschen, die ich seit Pfingsten ganz besonders liebe und die letztes Wochenende hier zu Besuch waren. Natürlich verachten sie mich gerade, meinem Gefühl nach. ;-)

Ich sitze da, spiele stundenlang Spider Solitär und gehe in dieses Gefühl. Spider Solitär ist ein ideales Spiel für mich. Mein Verstand ist dabei minimal beschäftigt. Nicht genug, um zu ermüden oder Kapriolen zu schlagen, und genug, um mir nicht in meine Wahrnehmungen und Gefühlsreisen zu pfuschen. Ich hatte schon viele tolle Erlebnisse bei diesem Spiel. Und plötzlich fällt mir etwas auf.

Dazu muss ich eine Geschichte erzählen. Ich schrieb im letzten Blog auch von einem Projekt, das auf mich zukommt. Am selben Abend wurde dieses Projekt plötzlich sehr schnell sehr konkret. Ich möchte noch nicht sagen, was es ist, weil ich ungern über ungelegte Eier rede. Jedenfalls ist es etwas Großes. Nicht unbedingt vom Aufwand her, aber vom Ansinnen her. Es könnte mein Leben stark verändern. Ich mache das mit einem Partner, nicht alleine. Ein Shaumbra natürlich. Wieder erlebe ich den Gleichklang von Bewusstsein, und wie leicht und selbstverständlich sich alles entfaltet, wenn zwei solche Menschen zusammenkommen.

Mein Partner hat zusammen mit einem anderen Mann ein ziemlich cooles Programm entwickelt, das mittels Zufallsgeneratoren auf das Bewusstsein von Menschen antwortet. Mit diesem Programm kann er zB Themen sichtbar machen, wie stark sie sind, ob sie sich gerade aufbauen oder im Abklingen sind usw. Gegen Ende unseres Gespräches hat er den Computer mit den Daten des Projekts gefüttert, das ja nun schon konkret war, und wollte wissen, welche Themen bei uns beiden bei diesem Vorhaben aufkommen. Und das war: Angst davor, von anderen bewertet zu werden. Wobei in diesem Zusammenhang von einer herablassenden Bewertung die Rede war. Und ein, zwei Dinge, die direkt damit im Zusammenhang standen.

Ich sagte zu ihm: „Du erzählst mir nichts Neues. Ich habe in den letzten zwei Tagens in alle Facetten dieses Projekts hinein gefühlt, und es sind (unter anderem) genau diese Bilder gekommen.“ Natürlich erzählte er mir nichts Neues, das Programm antwortet ja auf unser Bewusstsein. Dennoch ist es ein schönes Erlebnis, im Vorhinein diese Dinge schon bewusst mitzubekommen, sodass metaphysische Informationen keine Überraschung mehr sind.

Jedenfalls haben wir beide schnell erkannt, dass unser Projekt in jedem Fall ein Erfolg für uns ist, unabhängig davon, ob wir wirtschaftlich erfolgreich sein werden oder nicht. Denn wir tun nichts anderes, als mit alten Mustern von uns zu spielen. Und das tun wir in jedem Fall. Wir spielen damit auf einer sehr bewussten Ebene. Das Projekt ist unser Spielfeld.

Gut, das war die Geschichte. Und was erlebe ich seit gestern? Herablassende Bewertung von anderen Menschen! Gefühlsmäßig, nicht real in 3D. Ist das nicht großartig?! Kaum wurde das Thema angesprochen, spiele ich es schon durch. Das ist mir heute aufgefallen.

Wenn ich etwas durchspiele, lasse ich mich richtig hinein fallen. Ich erlebe all diese Gefühle intensiv, ich gehe nicht gegen sie an. Das fühlt sich nicht in jedem Moment angenehm an. Wie in diesem Fall, dass ich fühle, wie alle Menschen mich verachten. Aber es ist nicht so, dass es mir dabei schlecht geht. Ich fühle, was da ist, und gehe voll hinein. Das ist spannend! Ich erlebe einfach mich selbst. Ich sitze dann mitunter schon mit einem traurigen Gesicht da. Es sind ja auch traurige Emotionen, die da heraus kommen.

Im ganzen Ablauf bewirken diese Prozesse nicht, dass es mir schlecht geht. Ich bearbeite auch nichts. Ich erlebe einfach. Und im Erleben erkenne ich, was wann warum hochkommt. Das ist schon eine ziemlich geile Sache. :-)

Also, was hätten wir da im Moment? Ich bin absolut lustlos, ziel- und planlos, leidenschaftslos, sitze in einem Gefängnis, hänge zwischen Alt und Neu, komme nicht voran, bin müde, und alle Menschen verachten mich. – Ist das Leben nicht schön? cool

Dazu passende Texte: 

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