Ich bin nur noch dankbar

Wenn du wüsstest, was es mich gekostet hat, den Beitrag über Teilen und Beitragen zu schreiben! Da musste ich über eine Hürde gehen. Ich habe ein lustiges, altes Spiel gespielt.

Da war die eine Seite. Es nervte mich wirklich schon sehr, dass ich da so viel Arbeit, so viel Energie und so viel Liebe in eine Sache steckte, die ich für sehr gut und sehr notwendig halte.  Und das alles für eine Herde blökender Schafe. Entschuldige bitte diesen Ausdruck, ich meine das nicht wirklich so und will schon gar nicht jemand beschimpfen. Ich spucke das jetzt einfach nur so aus, wie es sich für mich in meinem Ärger angefühlt hat, um dir zu vermitteln, wie groß der Druck in mir schon war.

Ich hatte es schon satt, mich über die ganzen Danksagungen zu freuen, und von diesen Menschen keinen einzigen Euro für diese Möglichkeiten zu bekommen, die ich geschaffen habe. Alternativ zum Geld auch kein Teilen einer Erfahrung, kein Präsentieren einer Schöpfung oder sonst was. Auf dieser Plattform kugeln Potentiale ohne Ende herum, die nicht genutzt werden. Zum Beispiel weiß ich aus persönlichen Gesprächen, dass viele Menschen sehr oft etwas erschaffen wollen und Unterstützung dafür suchen. Und wie wenige von ihnen nützen den Marktplatz? Das ist doch grotesk! Bin ich denn da der einzige, der die enormen Möglichkeiten sieht, die entstehen, wenn Shaumbra zusammenwirken und einander unterstützen?

OK, ich möchte nicht zu lange darauf herum reiten, ich möchte nur darstellen, dass sich da in mir schon etwas aufgebaut hatte und raus wollte.

Und dann waren da die anderen Seiten. Mein tief empfundenes Gefühl, dass jeder tun soll, was er will und was er kann. Und dass ich mich ja darüber freue, dass so vielen Menschen diese Plattform so gut gefällt. Ich habe gesehen, dass ein paar davon hier auf shaumbra.at ihren Selbstausdruck wieder gefunden haben. Das ist wirklich eine große Freude für mich.

Stärker als dieser Aspekt war meine Befürchtung, dass ich nun viele Menschen vor den Kopf stoßen könnte. Dass nun die Zahl der Besucher und der Mitglieder stark zurück gehen könnte. Dass ich wieder einmal heftig kritisiert werden würde. Und ähnliche Dinge in dieser Richtung.

Und dann bahnte sich die Klarheit in mir ihren Weg. „Na und?“ sagte meine innere Stimme. Wozu brauche ich ein Publikum (Besucher und Mitglieder), das nichts beitragen will? Wozu? Ich stoße doch laufend Menschen vor den Kopf, weil ich sage, was wirklich in mir ist. Kritik bin ich gewohnt. Also was soll das alles?

Ich habe plötzlich deutlich festgestellt, dass ich selbst mir meinen Selbstausdruck verboten hatte. Das war das Erschreckendste an dem gestrigen Prozess. Und das war auch der Punkt, wo die Entscheidung fiel, diesen Beitrag zu schreiben. Es ging eine Lawine in mir ab. Mir fielen so viele Dinge ein und auf. An mir selbst, an der ganze Shaumbra-Welt und daran, wie Menschen hier und jetzt Neue Energie täglich leben können.

Natürlich war mir klar, dass diese Situation des Nicht-Beitragens nicht nur an den anderen liegt, sondern zu allererst an mir selbst. Ich bin nicht so blöd, meine Verantwortung nicht zu sehen oder sie abgeben zu wollen. Ich hatte nie zuvor klar ausgedrückt, worum es ging und was ich mir vorstellte. Im Zuge des Schreibens und danach ist mir noch mehr aufgefallen, was ich zu dieser Situation beigetragen hatte.

Im Zuge all dieser Vorgänge in mir kam aber das Wesentlichste zum Vorschein. Ich gestand mir unumwunden ein, dass ich es noch immer liebte, andere zu nähren. (!!!) Ich bemerkte das schon öfter, schob es aber weg. Und das ist ja wohl ein absolutes No-go in der Neuen Energie. Andere nähren und mich dann wundern, dass nichts zurück kommt? Ha-ha, würde Charlies Rose sagen. smiley

Wohl gemerkt, die Tatsache, dass ich andere nähre, ist nicht gleichbedeutend damit, dass andere mir Energie stehlen. Diesen Eindruck habe ich nämlich keineswegs.

Und so purzelten die Erkenntnisse, und ich war mir nur noch dankbar. Dankbar dafür, das alles zu sehen. Ich traf sofort eine Wahl. Nämlich nicht mehr zu nähren und in punkto Teilen und Beitragen klar Stellung zu beziehen. Eigentlich musste ich diese Wahl gar nicht treffen, sie passierte von selbst, sie war praktisch aufgelegt. Ich traf die Wahl, eine andere Richtung einzuschlagen. Für mich und für Shaumbra.

Ich war mir für die Spamer dankbar. (Ich wusste, dass sie irgendeinen Sinn für mich hatten.) Sie zwangen mich dazu, die Bereiche, die für Gäste zugänglich waren, wieder zu sperren. (Frantworten und Sag Es!) Gestern kam ich drauf, dass ich mit der Möglichkeit, dass Gäste hier etwas schreiben konnten, etwas unterstützt hatte, das ich gar nicht wollte.

Das war zum einen die Anonymität. Ich meine, ich trete überall dafür ein, dass die Menschen ihre Verstecke verlassen sollen. Das meine ich wirklich. Und hier geht das. Jeder kann hier die peinlichste Frage stellen und seinen Namen darunter setzen. Denn Shaumbra wissen, dass es keine peinlichen Fragen gibt. Hier zeigt niemand mit dem Finger auf andere, oder belächelt oder kritisiert sie. Das ist das Schöne in dieser Gemeinschaft von Menschen mit Neuem Bewusstsein! Ich selbst habe das beste Beispiel dafür gegeben. Ich habe meine Schamgrenzen überwunden und über meine Ängste, Schmerzen, alte Themen, Unzulänglichkeiten und Verzweiflungen geschrieben. Niemand hat mich ausgelacht, niemand hat mich dafür kritisiert, und ich wurde nicht mit guten Ratschlägen überfahren.

So etwas will ich eigentlich unterstützen, nicht die Anonymität. Aber ich in meinem Wahn des Nährens dachte mir, ich müsste denen die Hand reichen, die nicht daran denken, ihr Versteck zu verlassen. Nein, das tue ich nicht mehr. Sich hier zu registrieren, ist der Anfang eines Beitrages. Wem das schon zu viel ist, kriegt eben keine Unterstützung von mir. Diesen Menschen zeige ich durch mein Beispiel, dass man außerhalb des Verstecks viel besser leben kann.

Zum anderen unterstütze ich damit das Stehenbleiben an der Seitenlinie, wie Adamus es formulierte. Nein, so geht’s auch nicht. Wer draußen bleiben will, kann das ja tun. Das ist OK. Aber wer mitspielen und Unterstützung erfahren will, muss rein ins Spielfeld und etwas beitragen. Wer am Kuchen mitnaschen will, muss mittun. (Ich stelle mir gerade eine Fußballmannschaft vor, bei der nur zwei Spieler spielen und die anderen neun zuschauen. Jedem ist klar, dass das nicht gut funktioniert.)

Ich war mir dankbar für die lächerlichen Kritiken in der Rubrik Sag Es!. Auch sie brachten mich dazu, etwas zu erkennen und eine Wahl zu treffen. Kritik und Beschimpfen ist nun wirklich alte Energie. Noch dazu ziemlich übel riechende. Diese Energie hat auf einer Plattform für Neue Energie nichts verloren. Warum habe ich diese Kommentare dort stehen lassen? Was wollte ich damit zeigen oder beweisen? Ich habe keine Ahnung. Diese Kommentare sind jetzt weg, und die Möglichkeit, anonym Kommentare zu verfassen, ebenfalls. Wer was zu sagen hat, soll rein kommen und mitspielen. Wenn er mitspielt, verliert er eh die Lust am Kritisieren.

Mir wurde ebenfalls klar, dass es kontraproduktiv war, die Frantworten gratis anzubieten. Ha! Eine schöne Einladung an alle, nichts beizutragen! Die Frantworten kosten jetzt was, zumindest in den meisten Fällen. Wie das genau aussieht, siehst du bei den Frantworten. Außerdem folgt in Kürze ein Artikel über neuenergetisches Geschäftsgebaren, der mir gestern eingefallen ist.

Ich war mir aber auch dankbar dafür, dass ich diese Dinge gemacht hatte, die ich jetzt als kontraproduktiv erkannte. Sie haben mich zu diesem Punkt geführt. Alles war gut, alles hatte einen Sinn für mich.

Ich war mir auch für die Passivität der großen Mehrheit dankbar. Sie hat mich dazu gebracht, nicht nur deutlich Stellung zu beziehen, sondern auch ein paar Dinge klar zu sehen und ein paar Wahlen zu treffen.

Mit einem Wort: es war alles großartig! Ich war mir nur noch dankbar. Nun habe ich mehr Klarheit und einen neuen Weg vor mir. Das ist phantastisch! yes

Beitrag des Moments

Nachdem Ende Mai die Idee zu meinem Buch Spirituelle Revolution in mir entstanden war und sich das Buch in Windeseile vor mir ausgebreitet hatte, sprach ich mit Adamus. Nicht sofort, erst ein paar Tage später entstand das Bedürfnis, ein paar Worte mit ihm zu wechseln.