Fragen und Antworten

Gestern habe ich mir im Internet das Video von einem Satsang mit einer in der spirituellen Szene einigermaßen prominenten Frau aus Deutschland angesehen. Anschließend habe ich mir ein ausführliches Interview mit ihr angeschaut, in dem sie über ihr Erwachen bzw. ihr erwachtes Leben erzählte und um Tipps und Ratschläge für die Wegsuchenden gebeten wurde.

Im Satsang stellte ein Teilnehmer folgende Frage: „Wie kann ich meinen Selbsthass und meine Zweifel überwinden?“ In dem Moment, als ich die Frage hörte, stand eine Antwort in mir da. Besagte Frau gab natürlich eine andere Antwort. Und ich dachte mir, dass mich ihre Antwort nicht glücklich machen würde, wenn ich diese Frage hätte. Schon wieder eine Bewertung, nämlich dass Selbsthass falsch sei, schon wieder eine Anleitung, wie ich meine Gedanken und Gefühle steuern sollte. Wenn ich früher solche Antworten erhalten habe, bin ich immer gleich weiter gegangen, um eine andere Antwort zu finden.

Im Interview gab es vieles, das mir gefiel. Und vieles, das mir missfiel. Am liebsten wäre ich selbst dort gesessen und hätte die brennenden Fragen der Interviewerin beantwortet. Sie war so durstig nach Orientierung.

Themenwechsel. In den letzten Jahren habe ich immer wieder überlegt, welche Dienste ich den Menschen anbieten möchte, falls überhaupt. Aber ja, irgendetwas wollte ich tun, ich bin Lehrer aus Leidenschaft. Ich habe eine Riesenfreude daran, Menschen etwas mitzugeben, mit dem sie etwas anfangen können. Am liebsten in der Weise, dass diese Menschen nicht etwas übernehmen (wollen), was ich sage, sondern dass sie meine Worte und mein Beispiel als Inspiration nehmen, und als Ermutigung, ihren eigenen Weg zu gehen.

Ich dachte an persönliche Beratung oder an Coaching. Nein, gefiel mir nicht. Ich dachte an Seminare. Naja, hm, aber letztlich doch eher nicht. Ich dachte an Vorträge. Ja, das konnte ich mir vorstellen. Aber nur das, das war mir zu wenig. Ab und zu ein Vortrag, ja, das wäre nett. Noch netter wäre es, auch noch etwas anderes zu tun. Bücher schreiben, klar, das stand immer außer Frage. Das ist herrlich. Erstens schreibe ich gerne, zweitens lehre ich gerne, und drittens dränge ich mit einem Buch niemandem etwas auf. Wer sich angesprochen fühlt, kauft es und kann sich inspirieren lassen, solange und sooft er will.

Im Lauf der Zeit wurde immer deutlicher, auf welche Weise ich sonst noch Menschen unterstützen möchte. Über die Jahre habe ich eine stattliche Zahl von Menschen kennen gelernt, die mich gerne befragen. Über ihre Probleme, über mich, über gesellschaftliche Themen usw. Es ergaben sich Gespräche im Café, auf einer Party oder sonst wo. Sehr oft fühlten sich diese Menschen durch unsere Gespräche beflügelt, oder es wurde ihnen etwas klar. Oft veränderten diese Gespräche etwas in ihrem Leben. Und ich war sowieso beflügelt, denn das ist genau die Art und Weise, auf die ich gerne in Aktion trete. Gemütliche Atmosphäre, kein Zeitlimit, kein Gelddruck durch Stundenpreise, keine Erwartungen. Ich gestand mir immer mehr ein, dass ich am liebsten auf diese Art tätig sein möchte.

Themenwechsel. In den letzten paar Monaten wurde mir sehr klar, dass ich in keiner Minute des Tages etwas anderes tun will als das, was mir gerade die größte Freude bereitet. Und dass es mir dabei völlig wurscht ist, ob diese Tätigkeit Geld einbringt oder nicht. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ich nicht einmal ansatzweise etwas deshalb tun möchte, weil es Geld bringt oder bringen könnte. Auch dann nicht, wenn ich es irgendwie eh ganz gern mag. Irgendwie, eh, ganz gern. Schluss mit ver-dienen. Das ist der wahre Sprung vom Überleben zum Leben.

Aus diesen drei Themen heraus stand dann gestern völlig klar mein nächster Schritt für Shaumbra Österreich vor mir: die Fragen und Antworten. Hier ist alles vereint. Jeder Besucher der Plattform, egal ob registriert oder nicht, kann jede beliebige Frage stellen. Ich kann etwas dazu sagen, wovon ich glaube, dass es richtig und/oder hilfreich ist. Ich habe mit Menschen zu tun, die Antworten suchen und sich gerne an jemanden wenden möchten, von dem sie glauben, dass er ihnen etwas Wertvolles sagen kann. Ich kann meinen Lehrer ausleben. In gemütlicher Atmosphäre, ohne Zeitlimit, ohne Geldzwang. Aus meinem dritten genannten Thema ergibt sich zwangsläufig, dass dieser Dienst gratis ist. Wenn jemand den Eindruck hat, dass ihm geholfen wurde, kann er ja immer noch spenden. Aber das ist völlig freiwillig, keine Bedingung und soll von Herzen kommen.

Also biete ich ab sofort diesen Dienst an. Ich hätte viel Freude, wenn er angenommen werden würde und viele Fragen zu beantworten wären. Tja, und wenn er nicht angenommen wird, dann wird mir auch nicht langweilig. :-) Jedenfalls ist dieser Dienst eine einfache Alternative oder Ergänzung zu: Bücher verschlingen, professionelle Helfer aufsuchen, sich die Haare raufen, sich den Kopf zermartern, verzweifeln …. oder sich zu fragen, wie es denn im Leben des Reiner so ausschaut. ;-) Also frage, was immer du fragen möchtest, und ich antworte aus meinem Herz und aus meinem Verstand.

Alle Fragen und alle Antworten sind natürlich hier auf der Plattform zu lesen, wie alle anderen Beiträge auch. Auf diese Weise können alle Besucher noch mehr profitieren, weil sie auch die Fragen der Anderen sehen. In der Regel betrifft eine Frage mehrere Menschen, nicht nur den Fragesteller. Du kannst auch als registriertes Mitglied deine Frage anonym stellen, indem du abgemeldet bleibst, wenn du deine Frage schreibst. Für den Fall, dass es dir unangenehm ist, von anderen Menschen erkannt zu werden.

Ich nehme mir für jede Antwort soviel Zeit, wie es die Frage für mich erfordert. Und ich habe neben Antworten geben auch noch Lust auf andere Dinge. Also kann es sein, dass einmal eine Antwort nach ein paar Stunden kommt, ein anderes Mal nach mehreren Tagen. Doch jede Frage wird beantwort. Wenn ich einmal nicht antworten möchte, dann schreibe ich das in meiner Antwort.

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