Die Lage der Welt

Ich möchte einmal etwas zur Lage in der Welt sagen: Es ist alles, wirklich alles bis ins kleinste Detail in einer perfekten Ordnung. In Österreich, in Europa, in Nord- und Südamerika, in der arabischen Welt, in Schwarzafrika, am ganzen asiatischen Kontinent, einfach überall.

Die einfalls- und farblosen Politiker – perfekt. Die totale Ausbeutung der gesamten Menschheit durch die Finanzwirtschaft – perfekt. Die Ausbeutung durch die großen Konzerne – perfekt. Die Abhängigkeit vom Erdöl, das die Menschheit an einem seidenen Faden hängen lässt – perfekt. Die Zerstörung der Menschen durch die Pharmaindustrie – perfekt. Die gigantische Manipulation durch die Massenmedien unterstützt durch die machtgeilen Politiker, die ein Ausmaß erreicht hat, das die Massen noch nicht einmal ansatzweise realisiert haben – perfekt. Die Manifestation tiefsitzender Glaubenssysteme, die die Menschheit klein hält, durch die Kirchen und Religionen – perfekt. Das immer stärkere Aufkeimen und Erblühen eines neuen Bewusstseins – perfekt.

Stell dir einmal vor, du wärest das Kind reicher Eltern. Eltern, die dich immer geliebt, unterstützt und gefördert haben, die dir nie etwas vorgegeben haben, dich nie in eine Richtung drängen wollten. Stellt dir vor, du hättest immer tolle Freunde und Beziehungen jeder Art gehabt. Du wärest reich und rundum glücklich, Politik, Wirtschaft, Medien und Krisen würden dich nicht interessieren. Du würdest jeden Tag den ganzen Tag nur das tun, wonach dir gerade der Sinn steht. Und du würdest schlafen, du wärst ein getrennter Mensch, der keine Ahnung hat, wer er wirklich ist.

Welchen Grund hättest du, dich weiter entwickeln zu wollen? Hinter die Kulissen deiner selbst und der Welt zu schauen? Welchen Grund hättest du zu entdecken, was Bewusstsein ist? Gar keinen. Du wärest manipulierbar wie alle anderen, würdest glauben, was irgendwelche anderen Leute über das Wesen der Dinge erzählen. Wären wir im 14. Jahrhundert, würdest du glauben, dass die Erde eine Scheibe ist.

Je nachdem, wo ich hinschaue, sehe ich eine immer größer werdende Masse von Menschen mit irgendeiner Art von neuem Bewusstsein – zumindest mit einem wachsenden Bewusstsein, oder die Apparatschiks des alten Bewusstseins, die kämpfen, manipulieren, steuern, kontrollieren und Macht ausüben wollen. Erstere sind überwiegend eher ruhig und unaufgeregt, sie tun einfach, was sie tun und leisten dadurch einen enormen Beitrag zur Entwicklung der Menschheit. Zweitere werden immer lauter, wahnsinniger und tollkühner in ihrem alten Kampf. Dazwischen gibt es eine nicht allzu kleine Gruppe, die ständig versucht, irgendetwas oder irgendwen zu retten, was ein völlig aussichts- und sinnloses Unterfangen ist. Sie wollen gegen das alte Bewusstsein antreten und merken nicht, dass sie es dadurch stärken. Dagegen sein und kämpfen ist immer die schlechteste aller Optionen. Aus dem einfachen Grund, weil sie blind macht. Auch und vor allem sich selbst gegenüber. Im Dagegensein kann man nie erkennen, was wirklich ist.

Der aberwitzige Wahnsinn in der heutigen Welt ist wirklich gewaltig – und er ist notwendig, und deshalb perfekt. Aus etwas Distanz betrachtet ist er einfach ein Kontrast zu verschiedenen Arten von neuem Bewusstsein, die mittlerweile ziemlich groß sind. Ich bitte jeden, das nicht aus den Augen zu verlieren. Durch den Kontrast werden Dinge sichtbar. Wenn überall nur Licht ist, sieht man nichts. Wenn überall nur Dunkel ist, sieht man auch nichts. Wir brauchen einen Kontrast, um sehen und erkennen zu können. (Das ist, nebenbei erwähnt, der Sinn der Dualität. Was natürlich nicht bedeutet, dass wir in unserem Bewusstsein in der Dualität stecken bleiben und weiterhin Kampf und Dagegensein ausagieren.) Was auf der Welt geschieht, ist, dass der Kontrast immer größer wird, damit wir sehen können. Und dann sehen wir, wie alt die alten Systeme ausschauen. Erst dann kommen wir an den Punkt, wo wir eine Wahl haben und sagen können: „Nein, das will ich nicht mehr. Ich beschreite neue Wege.“

Die allermeisten Menschen, egal ob tief schlafend, ein bisschen bewusst oder sehr bewusst, lernen nur durch Leiden. Ob uns das gefällt oder nicht. Also wird der Kontrast immer größer, der in immer mehr Menschen immer mehr Leid erzeugt, bis diese sagen: Schluss! Ich steige aus! Die Finanzwirtschaft muss den Menschen scheinbar 99% ihrer erwirtschafteten Werte aus der Tasche ziehen. Die Politiker und die Medien müssen die Menschen scheinbar noch viel mehr für völlig blöd verkaufen, sie müssen immer mehr regulieren, bis der Mensch völlig bewegungsunfähig ist, bis das Leid der Menschen groß genug ist und sie bereit sind, eine Entscheidung für sich selbst zu treffen.

Deshalb ist alles perfekt. Der Kontrast wird größer, der Wahnsinn wird deutlicher sichtbar. Solange die große Mehrheit der Menschen keine Entscheidung trifft, wird der Kontrast noch deutlicher, der Wahnsinn noch größer. Wir spielen da also alle mit, nicht nur die, die den Wahnsinn produzieren. Denn die könnten das gar nicht, wenn wir nicht mitspielen würden. Stell dir vor, es gibt Zeitungen, und keiner kauft und liest sie. Stell dir vor, es gibt Fernsehen, und keiner schaut zu. Usw.

Was bewusste Menschen tun können und zu einem guten Teil auch tun, ist, aus ihrer Bewusstheit heraus Alternativen zu leben. Das entzieht dem Wahnsinn den Nährboden, er implodiert früher oder später. Und die, denen es gefällt, können aufklären. Das war‘s. Alternativen leben und aufklären. Gegen den Wahnsinn zu kämpfen ist ein noch größerer Wahnsinn. Zum Bewusst-Werden und zum Leben von Alternativen gehört allerdings eine gute Portion Mut. Und der starke Wille, für sich selbst, für sein eigenes Leben einzutreten.

Auf der ganzen Welt ist alles in perfekter Ordnung.

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Beitrag des Moments

Am 12. April habe ich mich wieder einmal mit Martin Schöttel getroffen, um ein Video zu machen. Das Thema war diesmal Afterwork. Gemeint ist nicht eine Veranstaltung, die am Abend nach der Arbeitszeit stattfindet, sondern das Leben nach der Arbeit. Martin hat Ende März aufgehört zu arbeiten. Die Firma, in der er viele Jahre lang gearbeitet hatte, sperrte zu, der Inhaber ging in Pension. Mit Arbeit meine ich hier übrigens dezidiert Erwerbsarbeit, also Arbeit, die zum Geldverdienen dient. Martin arbeitet natürlich ständig, er ist sehr kreativ.